Doi Sutthep | Chiangdoa | Ko Chang | Links | for men only | Guestbook
hailand ist für seine
Schönheiten bekannt, aber auch die Landschaft ist einen Besuch Wert. Das hat
natürlich auch die Tourismusindustrie gemerkt und wirbt für den Norden
Thailands. Als Liebhaber der Berge und Wälder erschien mir dies trotz der
vielen Pauschalangebote einen Abstecher
Wert, zumal ich bei meinen früheren Besuchen bisher nie über Bangkok, Pattaya und Samui
hinausgekommen bin. Allerdings hatte ich wenig Interesse eines der Nordthailand
- Pauschalprogramme zu absolvieren. Vielmehr
hatte ich mir in den Kopf gesetzt mit dem
Mountainbike
die Gegend kennenlernen. Dabei ist man direkt in der Natur, hat aber einen
größeren Aktionsradius als beim Wandern.
Da bei einem Zweiwochentrip keine Zeit zur Planung und eigene Erkundung übrig bleibt und außerdem die Ortskenntnis abseits der Straßen fehlte, bin ich zunächst durchs Internet gestöbert.
Die Suchmaschinen lieferten auch tatsächlich etliche Treffer.
Einige Anbieter offerieren geführte
Mountainbiketouren, die bei genauerem Hinsehen, aber alle die touristischen
Highlights im Vordergrund haben und weniger das "biken". Außerdem
kommt einem spätestens auf der dritten Homepage das Programm irgendwie bekannt vor und
man erkennt, daß alle die gleiche Route
wählen. Also auch wieder Touristenpfad. Andere widerrum haben 14-Tage Programme
- soviel Zeit hatte ich nicht. Erschwerend kommt hinzu, daß die
Preise für einen Alleinreisenden astronomisch sind, bzw. einige Anbieter gar
kein Interesse an Einzelreisenden haben. Auf www.chiangmaicycling.com
fand ich dann ein vielversprechendes Formular: "Need someone to ride with?". Also
ausgefüllt und nach mehreren mails hatte ich meinen ortskundigen Führer, der
mich zu einem aktzeptablen Preis incl. Bikeverleih offroad führte!
Hier ein kleiner Bericht und paar Bilder, die leider nicht die Stimmung
wiedergeben können:
Erster Tag. Aufwärmrunde in Lampang:
Als einziger Farang* sitze ich im Flieger der PB-Air mit weiteren 10
Mitreisenden. Die Zeitumstellung macht noch immer zu schaffen, da ich ja gerade
erst zwei Tage im Land des Lächelns bin. Deshalb schlafe ich sofort nach dem
Start ein.... Nach 1,5 Stunden Landung in Lampang, kleiner als ein deutscher
Regionalflughafen. Hier will mich mein Führer abholen - ein Blinddate! Doch es ist
kein Abholer da. Ich warte und mache mir meine Gedanken. Was wird aus meiner
Reise, wenn er jetzt nicht kommt? Mittlerweile ist das Flughafengebäude leer.
Alle Passagiere wurden abgeholt, nur ich stehe wie verloren da. Nach einer
unendlichen halben Stunde fällt mir mein Handy ein (ich lebe halt noch ohne das
Ding ständig am Ohr zu haben). So erfahre ich, daß er unterwegs ist...
Um drei Uhr nachmittags sind wir dann mit den Rädern unterwegs. Zunächst etwas
Straße dann "rural backroads", vorbei an Reisfeldern und durch kleine
Dörfer.Die Kinder rufen und winken. Für Thailänder ist es unverständlich,
daß man freiwillig und nur zum Spaß mit einem Rad fährt. Noch dazu
"reiche" Farangs, die sich ein Auto leisten können.
Mitten im Nichts dann laute Musik. Beim "Gemeindeamt" ist irgendein
Fest mit Livemusik. Die Beamten sitzen in geordneten Stuhlreihen vor einer
kleinen Bühne, auf der eine Band mit einer Sängerin im knappen Hotpants
spielen.... Wir müssen leider weiter.
Nach dem Abendessesn zollt die Zeitumstellung und das Radfahren ihr Tribut: 11
Stunden Schlaf. Ab dem nächsten Morgen bin ich aber im Rhythmus und stehe spätestens um 8.00
Uhr morgens auf. Das schaffe ich in Pattaya nie ;-)
*Als Farang werden alle Westeuropäer bezeichnet. Bedeutet soviel wie
Langnase
Zweiter Tag:
Wir sind mittlerweile in Chiang Mai.
"Today we're gonna flirt with the hills- tomorrow we fuck 'em." Sodie
Kurzbeschreibung meines Führeres zum Streckenverlauf der nächsten Tage. Wir
starten vom Berg Doi Kan und benutzen wieder Wege abseits von allem. Plötzlich
tauchen dann wieder Häuser oder Hütten aus dem Nichts auf. Ziel ist ein Canyon
in einem Nationalpark, wo wir baden und rasten.
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Dritter Tag. Im Doi Sutthep Natinalpark
Wir bringen die Räder
mit dem Auto auf den Doi Sutthep. Die 13 km lange Serpentinenstraße hinauf würde ich gerne mit
dem Rad fahren, aber wir brauchen die Zeit noch im
Gelände. Heute verstehe ich auch die gestrige Programmbeschreibung!
Wir fahren zunächst durch ein Dorf und sind dann auf einem Single-trial. Es
geht steil bergauf, dann folgt eine lange Abfahrt und wieder steil rauf. Selbst im Schatten der Bäume kommt man bei anstrengenden Steigungen ins
Schwitzen, obwohl das Klima hier im Wald sehr angenehm ist. Eigentlich ist es
hier wie an einem schönen Sommertag zuhause. Die Wege sind schmale, zum Teil
fast zugewachsene Trampelpfade, oder einspurige, unbefestigt Fahrstraßen mit
tiefen ausgewaschenen Rinnen. Möchte nicht wissen wie es hier in der Regenzeit aussieht. Teilweise sind auch Schiebepassagen dazwischen, weil
es einfach zu steil und unwegsam wird. Da kommt man selbst
mit einem MTB nicht mehr weiter.
Um die Mittagszeit rasten wir bei einer Ranger Station unter einem Blechdach und
knabbern unsere Verpflegung dann geht es weiter bergauf. Am Nachmittag erreichen
wir ein Hmong Village, wo wir mal wieder eine lechkere Mama-Suppe essen. Die
Schweine laufen über den lehmigen Dorfplatz und die bewohner sind traditionell
gekleidet. Dann entdecke ich aber den Verkaufsstand mit Andenken. Dieses Dorf
ist mit dem Auto zu erreichen und dient wohl als Touristenattarktion. Als wir
die "Straße" weiterfahren frage ich mich wie sehr die Touristen in
ihrem Taxi wohl durchgeschüttelt werden. Das ist kein
Sonntagsausflug...
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Ortswechsel: Fahrräder auf den Pick-up und weiter nach Norden nach Chiang Dao. Hier geht's weiter...
























